Aktuell · Tipps und Techniken · Wolle

Nadelpoesie goes Wollpoesie

Irgendwann kauft (fast)  jede StrickerIn einen handgefärbten Strang.

Bei manchen kommt dann die Frage auf, ob man das nicht selbst hinkriegt. Bei mir war dies schon vor 2 Jahren der Fall gewesen. Die Wolle habe ich damals hier gekauft, inklusive Farbe und Anleitung. Den Preis fand ich für die ersten Versuche in Ordnung. Sollte ich jedoch öfter färben, werde ich mich nach hochwertigerer Wolle umschauen, da diese recht spröde wirkt.

Nach dem Kauf ist es nie zum Färben gekommen (da wollte ich dann lieber stricken), bis heute.

Gestern habe ich die Wolle – Sockenwolle – im Essigwasser vorquellen lassen.

Das sah total lecker nach Spaghetti aus, nur der Geruch passte nicht so recht dazu 😆

Meine Kamera hatte ich zum Färben zwar mitgenommen, aber während des Färbens habe ich dann völlig vergessen zu knipsen. Sorry.

Töchterlein war mit von der Partie und bekam ihren eigenen Strang zum Werkeln.

Gefärbt habe ich mit Ostereier-Farben von Heitmann in Tabletten-Form. Die Farben soll es auch als Blättchen geben, die sich wahrscheinlich besser/schneller auflösen. Wäre bei meiner ungeduldigen Tochter vielleicht die bessere Wahl gewesen 😉

Farben gemischt habe ich nicht, sondern ganz einfach je Farbe 2 Tabletten in ein Marmeladen-Glas gegeben und mit Essigwasser aufgefüllt. Dann haben wir mit einem Löffel die Farbe aufgetragen. Eigentlich wollte ich eine Spritze verwenden, aber es war grad keinen auffindbar. Spritzen haben den Vorteil, dass man feinere Streifen machen kann – was ich ursprünglich bei meinem ersten Strang machen wollte. Naja, so wurde einfach willkürlich aufgetragen.

Der erste Strang sieht fertig so aus:

Ich bin  nicht ganz zufrieden damit, aber für meinen ersten finde ich ihn nicht schlecht. Vielleicht werde ich hellen Stellen irgendwann mal in einem hellen Rot überfärben.

Da ich ja keine Ahnung hatte, habe ich nicht genug Flüssigkeit zur Farbe gegeben und so war die Farbe flux leer 😯 Darum die ungefärbten Stellen, ich wollte ja schließlich für Töchterlein noch was übrig lassen.

Beim zweiten Strang bin ich anders vorgegangen:

Ich habe die Farbe je auf 500 ml aufgefüllt und jeweils die Hälfte des Strangs in Blau und Grün getaucht. Herauskam das:

In diesen Strang habe ich mich augenblicklich verliebt und werde ihn als nächstes Sockenprojekt verwenden. Ein Muster weiß auch schon: Kalajoki.

An diesem Strang kann man sehen, dass 2 Tabletten auf 500 ml immer noch sehr kräftig färben.

Und nun kommt das absolute Highlight der Färbeaktion, der Strang von Töchterlein.

Sie hat wenige kräftige (kein Wunder, da hochkonzentriert 😉 ) Kleckse auf dem Strang verteilt und dann wollte sie ihren auch abtauchen lassen. Da aber nicht mehr viel Farbe in Blau und Grün war, fiel das ganze sehr zart aus. Sie hat sich gewünscht, dass daraus ein Rock entsteht und ich habe den Lanesplitter ins Auge gefasst. Wobei…. der hier ist auch schön.

Noch hängen alle zum Trocknen und dann habe ich die ehrenvolle Aufgabe die Stränge einzudrehen. Ich finde verdrehte Stränge immer sehr ansprechend und ich bin mir sicher, dass mir meine eigenen dann gleich nochmal so gut gefallen. Bisher habe ich zwar nur Stränge zum Wickeln geöffnet, aber nun werde ich das mal anders rum machen, mal schauen, ob ich das auch kann. 😉 Das Ergebnis werde ich knipsen und Ihr dürft dann mein Talent beurteilen. 😆

Töchterlein wollte gleich nochmal färben und ich glaube ich werde nicht umhin kommen, hin und wieder mal ein paar Stränge Sockenwolle zu färben. Für Großprojekte werde ich färben lassen, das ist mir zu aufwendig und ich bekomme die Wolle dann doch nicht gleichmäßig hin. Außerdem: In der Zeit, in der ich färbe, kann ich nicht stricken. So was geht ja gar nicht, zumindest nicht auf Dauer. 😉

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